HSV Stöckte glänzt erneut international – Erneut Gold bei der IJF Kata World Series
Ein langes und intensives Wettkampfwochenende liegt hinter der Judoabteilung des HSV Stöckte – und es hätte kaum erfolgreicher verlaufen können. Beim zweiten Turnier der diesjährigen IJF Kata World Series im belgischen Louvain-la-Neuve präsentierten sich die Stöckter Judoka in Topform und kehrten mit einer Goldmedaille und einem starken fünften Platz nach Hause zurück.
Das Turnier in Belgien gehört seit Jahren zu den bedeutendsten Kata-Wettbewerben weltweit. Früher unter dem Namen „Marcel-Clause-Turnier“ bekannt, zieht es regelmäßig die internationale Elite an. Anders als bei Weltmeisterschaften, bei denen die Startplätze pro Nation begrenzt sind, können hier mehrere Topteams eines Landes antreten – entsprechend hoch ist das Niveau.
Der HSV Stöckte reiste mit zwei Teams an, die beide für den Bundes-Kata-Kader des Deutschen Judo-Bundes starten.
Den Anfang machten Carolin Charina Jeromin und Martin Etter in der Katame-no-Kata der Senioren. Diese Kata demonstriert die hohe Kunst der Bodentechniken im Judo: Haltegriffe, Würgegriffe und Hebel werden in präziser Abfolge gezeigt und verlangen höchste Konzentration sowie perfekte Abstimmung zwischen beiden Sportlern.
Als letztes Team ihrer Vorrundengruppe präsentierten die beiden eine saubere und souveräne Demonstration und sicherten sich mit Platz zwei das Ticket für das Finale.
Nach rund dreieinhalb Stunden Pause ging es erneut auf die Matte – diesmal im Finale und erneut als letztes startendes Paar. Die Ausgangslage war klar: Vor ihnen hatten bereits mehrfach gekrönte Weltmeister aus Italien und Belgien, deutsche Vizeweltmeister sowie weitere WM-Finalisten ihre Leistungen gezeigt. Die beiden gingen daher als Außenseiter in den Finaldurchgang, mit dem Ziel, noch einmal eine technisch saubere Kata zu präsentieren.
Das gelang eindrucksvoll: Mit mehr Ausdruck, größerer Dynamik und einer deutlichen Steigerung zur Vorrunde zeigten sie eine starke Darbietung. Am Ende bedeutete dies einen hervorragenden 5. Platz in einem der stärksten Kata-Finalfelder der Welt – besonders bemerkenswert, da beide gesundheitlich nicht ganz fit waren.
Rund eine halbe Stunde später, als das Team in der Katame no kata, betraten auch Jette Buchholz und Laurenz Degener die Matte. Sie starteten bei den Junioren in der Nage-no-Kata, der klassischen Wurf-Kata des Judo. In fünf Technikgruppen werden hier 15 Würfe demonstriert – von Hand- über Hüft- bis zu Fußtechniken – was perfekte Harmonie zwischen Werfer und Partner erfordert.
Mit nur sechs Teams im Starterfeld ging es in der Vorrunde zunächst darum, eine saubere Demonstration zu zeigen und keine Technik zu vergessen. Nach der Vorrunde stand fest: Auch Jette und Laurenz würden im Finale antreten.
Dort steigerten sich die beiden deutlich. Mit mehr Entschlossenheit, Dynamik und Ausdruck zeigten sie eine beeindruckende Demonstration und übernahmen nach ihrer Darbietung die Führung im Feld. Damit war eine Medaille bereits sicher.
Am Ende war der Jubel groß: Gold für Jette und Laurenz. Nach Platz 4 in der Vorrunde war die Freude groß und der Anschluss in der u21 nach einem Jahr der Durststrecke gelungen. Jetzt sind sie wieder dort angekommen, wo sie 2024 in der u18 aufhörten.
Die Bilanz des Wochenendes spricht für sich:
Beim zweiten IJF-Weltranglistenturnier des Jahres reisten zwei Teams aus Stöckte an – und beide kehrten mit einem starken Ergebnis zurück. Und noch besser: 2 Teams, 2 Disziplinen. 2x Gold in Summe bei den beiden bereits in 2026 stattgefundenen IJF Welt-Cups.

