Mit Judo bewegt älter werden
Unter diesem Motto haben sich ca. 20 Judoka aus dem Bezirk Lüneburg/Stade, darunter vier Stöckter Judoka, am Sonnabend, 1. März in der Hanseschule für vier Stunden zu einer Übungsleiterfortbildung auf den neuen Judomatten des HSV Stöckte zusammengefunden. Die Referenten Uwe Holz (2. Dan) und Helmut Behnke (7. Dan) führten uns eindrucksvoll und kurzweilig durch vier Stunden Theorie und Praxis.
Gleich zu Beginn hieß es: „Jeder von uns wird heute ca. 80-mal Fallen und Werfen.“ Dies ließ für den darauffolgenden Sonntag nichts Gutes vermuten.



Die Wehwehchen vor Augen wärmten wir uns die erste Stunde im Boden mit Haltegriffen, Befreiungen und erneuten Übergängen in unterschiedliche Haltegriffe, leichte Würgetechniken und Hebel auf. Zum Schluss hatten wir einen Ablauf erarbeitet, der den Kopf ebenso gefordert hat, wie das technische Können. Anschließend ging es zum „Werfen, ohne hart zu fallen“ über. Bekannte Wurf-, Feger und Sichel- bzw. Schenkeltechniken wurden beim knieenden oder im Halbkniestand befindlichen Partner angesetzt. Aufgrund der geringen Höhe des knieenden Partners konnten wir so zahlreiche Wurfversuche und Wiederholungen durchführen, ohne Gefahr zu laufen uns oder den Partner zu verletzen. Am Sonntag habe ich zwar die vier Stunden Training in den Knochen gespürt, aber die befürchteten Wehwehchen haben sich überraschenderweise nicht eingestellt.
Diese Fortbildung mit ihren zahlreichen praktischen Übungen und Tipps bietet gute Ansätze, um Neueinsteigern und auch Wiedereinsteigern Judo mit Spaß als Sport zu ermöglichen. Für Judoka aus dem Wettkampf-Judo liefern die Trainingsansätze eine gute Grundlage, Judo auch weiterhin als sportliche Heimat zu sehen.
Christoph W.
2. Kyu, Judo Wiedereinsteiger nach über 30 Jahren
